Die Geschichte des Shorai-Do Kempo
in der DDR unter den Augen des MfS


 
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Bis diese "Operative Personenkontrolle" unter dem Decknamen "Karate" bei uns aktiv wurde, war noch alles mehr oder weniger harmlos. Ab diesem Zeitpunkt (Einsatz von IM "Kahn") wurde es schon etwas ernster. Das MfS musste verstehen, dass es nicht so einfach war uns unterzukriegen und hat dann die Prozesse verschärft. IM  (Inoffizielle Mitarbeiter), Maßnahme "B" (Kontrolle der Post etc.) und andere Raffinessen wurden verstärkt. Zettel im Briefkasten z. B. in künstlich gebrochenem Deutsch, wo mitgeteilt wurde, ich würde anstatt das Trainingslager in Oberwiesenthal zu führen, mich dort mit einer russischen Frau treffen usw. Dumm gelaufen. Meine Frau bemerkte diese künstlerische Sprachumwandlung ... Ihr versteht?
Das war die Zeit, wo bei uns Hogrefe und Stolz aufgetaucht sind. Eine gewisse Person (den Namen kann ich an dieser Stelle noch nicht preisgeben) hat mir plötzlich sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt und fast bei uns zu Hause übernachtete.
 
Bis zur Wende musste noch einige Zeit vergehen und wie ihr aus diesem kleinen Bericht entnehmen könntet, war die Maßnahme "OPK Karate" (meine Wenigkeit) noch lange nicht abgeschlossen ... der Kampf ging weiter.
Zur Erinnerung: die Abteilung XXII war die Hauptabteilung "Terrorabwehr", die mit allen dazu gehörigen Konsequenzen und "Raffinessen" arbeitete. Ihre Methoden habe ich deutlich auf meiner eigenen Haut verspürt. Dies ist aber schon eine andere Geschichte...
Ich denke, dass euch dieser kleine Dokumentationsbericht etwas zu denken geben wird. Es war ein Versuch des MfS die Sache und die Idee der Kampfkunst aufzuhalten. Das war eigentlich UNMÖGLICH, solange Budôkas an der Führung sind, die GIRI verstehen. Heute gibt es diese Bremsen nicht mehr. Wir dürfen aber nicht einschlafen, denn gegen uns steht die gesamte kriegerische Unwissenheit vertreten durch geldgierige Scharlatane, Kleinverkäufer und Lügner. Was gefährlicher sein sollte - das ist eine GUTE Frage ...

 
Dach der Bierbrauerei im Böllberger Weg in Halle (Saale)

 
Dies ist der Balkon meiner alten Wohnung in Halle-Silberhöhe, Werner-Lamberz-Straße 11, später Silbertalerstraße 11. Das Schriftzeichen "DO" (Der Weg) ist bis heute noch an der Wand!!! Die Häuser werden bald abgerissen, ich habe es aber noch geschafft zu fotografieren. Praktisch: SED contra DO!!!
Eure Ansichten, Meinungen und Bemerkungen könnt ihr mir gern per   E-Mail  mitteilen.
 
Wladimir O. Dexbach

 
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